Einzimmerwohnung einrichten, ohne dass sie überladen wirkt
Multifunktionale Möbel, helle Farben und durchdachte Zonen, durch die eine kleine Wohnung nicht beengt wirkt.
In einer Einzimmerwohnung muss ein Raum die Funktion von Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer und Arbeitszimmer erfüllen. Das Risiko, dass der Raum mit Möbeln zugestellt wird und beengt wirkt, ist hier viel höher als in einer größeren Wohnung – mit einer durchdachten Auswahl der Stücke und ihrer Anordnung lässt es sich aber vermeiden.
Multifunktionale Möbel als Grundlage
Am meisten Platz sparen in einer Einzimmerwohnung Möbel, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen.
- Ausklappbares Sofa oder Bett mit Klappkonstruktion an der Wand
- Höhenverstellbarer Couchtisch, der auch als Arbeitstisch dient
- Liegefläche mit Stauraum statt eines zusätzlichen separaten Schranks
- Klappbarer oder ausziehbarer Esstisch für gelegentliche Festessen
So werden es weniger Möbelstücke, ohne dass Funktionen wegfallen, die der Raum bieten muss.
Helle Farben und eine einheitliche Palette
Dunkle und satte Farben verkleinern den Raum optisch, auch wenn das Objekt dieselbe Fläche einnimmt. In einer kleinen Wohnung bewährt sich eine helle, kontrastarme Palette – Weiß, Hellgrau, Beige –, ergänzt durch einen oder zwei satte Akzente, zum Beispiel bei Kissen oder einem Bild. Möbel im gleichen Farbton oder Material verschmelzen optisch mit den Wänden, und der Raum wirkt dadurch zusammenhängender und ruhiger.
Zonen ohne Trennwände schaffen
Selbst auf zwanzig Quadratmetern lassen sich Schlaf-, Arbeits- und Wohnbereich optisch trennen, ohne dass eine Trennwand entstehen muss. Dabei helfen ein Teppich, der eine Zone abgrenzt, ein niedrigeres Regal als Teilabtrennung oder einfach eine andere, aber abgestimmte Beleuchtung über den einzelnen Teilen des Raums. Entscheidend ist, dass die Möbel in den einzelnen Zonen nicht chaotisch ausgerichtet sind – das Auge sollte klar erkennen, wo eine Funktion endet und die nächste beginnt.
Nutzen Sie den vertikalen Raum
Die Bodenfläche ist in einer Einzimmerwohnung der wertvollste Rohstoff, deshalb lohnt es sich, den Stauraum nach oben zu verlagern – Regale bis zur Decke, Hängeschränke, Bücherleitern. Unter Bett oder Sofa bleibt dagegen Platz, der sich für Aufbewahrungsboxen nutzen lässt, wenn die Möbel selbst keinen Stauraum haben.
Spiegel und Licht leisten mehr, als man denkt
Ein großer Spiegel gegenüber dem Fenster verdoppelt optisch die Lichtmenge im Raum, und der Raum wirkt luftiger. Ebenso wichtig ist es, die Fenster tagsüber nicht mit schweren Vorhängen zu verdecken und abends für ausreichend künstliche Beleuchtung zu sorgen – je weniger Schatten im Raum entstehen, desto weniger überladen wirkt die Einzimmerwohnung, auch wenn tatsächlich genauso viele Möbel darin stehen wie zuvor.