Holzmöbel pflegen, damit sie Generationen überdauern
Praktische Tipps zur Reinigung, zum Schutz vor Feuchtigkeit und Sonne sowie zur Auffrischung der Oberfläche, damit Holzmöbel viele Jahre halten.
Hochwertige Holzmöbel sind eine Investition, die sich bei richtiger Pflege in Form von Jahrzehnten der Nutzung auszahlt, oft sogar mit der Möglichkeit, die Möbel an die nächste Generation weiterzugeben. Holz ist jedoch ein lebendiges Material, das auf Feuchtigkeit, Temperatur und Sonneneinstrahlung reagiert und ohne Grundpflege Aussehen und Festigkeit viel schneller verliert, als es müsste.
Regelmäßige Reinigung mit schonenden Mitteln
Staub ist auf einer Holzoberfläche ein feines Schleifmittel, das beim trockenen Abwischen die Oberflächenbehandlung leicht zerkratzen kann. Besser verwenden Sie ein weiches, leicht mit Wasser angefeuchtetes Tuch oder ein spezielles Holzpflegemittel und lassen die Oberfläche immer gründlich trocknen. Aggressive Reinigungsmittel mit Alkohol oder Ammoniak können den Lack oder die geölte Schicht angreifen, und die Oberfläche verliert dann Glanz und Schutz.
Feuchtigkeit und Temperatur im Raum
Holz reagiert natürlich auf die Umgebungsfeuchtigkeit – in trockener Umgebung schrumpft es und es können Risse entstehen, in feuchter quillt es dagegen auf und die Verbindungen können sich lockern. Die ideale relative Luftfeuchtigkeit für Holzmöbel liegt zwischen 40 und 60 Prozent, was sich in der Heizperiode mit einem Luftbefeuchter erreichen lässt. Die Möbel sollten nicht direkt an einem Heizkörper oder an einer Stelle mit starkem Zug trockener Luft stehen.
Schutz vor Sonne und Nässe
Direkte Sonneneinstrahlung verändert nach und nach die Farbe des Holzes und kann zu ungleichmäßigem Ausbleichen führen, vor allem bei Stücken, die teilweise im Schatten von Möbeln oder Teppichen stehen. Stehen die Möbel am Fenster, helfen Vorhänge oder Folien, die die UV-Strahlung begrenzen, oder man verschiebt das Stück von Zeit zu Zeit leicht, damit sich die Sonneneinstrahlung gleichmäßiger verteilt. Gläser, Vasen oder Tassen mit heißen Getränken sollten Sie immer auf einen Untersetzer stellen – Feuchtigkeit und Hitze können auf der Oberfläche dauerhafte weiße oder dunkle Flecken hinterlassen.
Auffrischen mit Wachs oder Öl
Möbel mit geölter oder gewachster Oberfläche brauchen von Zeit zu Zeit eine Erneuerung der Schutzschicht, in der Regel ein- bis zweimal im Jahr an stärker beanspruchten Stellen wie Tischplatten. Vor dem Auftragen von neuem Wachs oder Öl muss die Oberfläche von Staub und Fett befreit werden, das Mittel in dünner Schicht in Richtung der Holzmaserung aufgetragen und nach Herstellerangaben trocknen gelassen werden. Bei lackierten Möbeln ist dieser Schritt in der Regel nicht nötig, der Lack verträgt mechanische Kratzer dafür aber nicht so gut wie eine geölte Oberfläche, die sich an der beschädigten Stelle einfach nachpolieren lässt.
Kleine Reparaturen rechtzeitig
Kratzer und kleinere Schäden sollten Sie besser sofort angehen, bevor sie sich vertiefen oder Feuchtigkeit eindringt. Wachsstifte oder Retuschierstifte im Holzton können kleine Kratzer optisch kaschieren, lockere Verbindungen und wackelige Beine müssen Sie wiederum nachziehen, solange es sich nur um leicht gelockerte Schrauben handelt und nicht um ausgebrochenes Material. Regelmäßige, wenn auch kleine Pflege ist immer günstiger und einfacher als die Reparatur vernachlässigter Möbel nach Jahren.